Unsere Kanalfahrt 2019 …

… war was für Erwachsene. Die Wettervorhersage war nämlich nicht gerade ermunternd für das Unternehmen Schleusenfahrt: Nieselregen, richtiger Regen und wenige trockene Abschnitte sollten das Wettergeschehen bestimmen.

Schleusen, Schleusen, Schleusen …

Dennoch ließen sich wenige nicht davon abbringen, an dieser schon Tradition gewordenen Fahrt teilzunehmen. Ein Motorboot fuhr schon einen Tag vorher los. Die wenigen, die schon die Nacht vor der Abfahrt an Bord verbrachten, hörten prasselnden Regen, der das Deck gründlich reinigte. Wie aus Eimern kübelte das Wasser auf die Schiffe.

Boote im Nebel

Am Morgen dann noch ziemlich niedriges Wasser. Der Pegel zeigte 4,70m an, dazu der angekündigte Nieselregen. 9 Uhr Ablegen, was schert uns das Wetter. Die Flotte bestand aus den Booten „Jette“, „Sedina“, „Roberta“, Rhapsodie“ und die „Merula“. Die „Ingrid“ wartete schon in Mölln auf uns. Unter der Hubbrücke hindurch eroberten wir die Binnenwasserstraße und nahmen alle Schleusen mit Bravour. Immerhin bis Mölln ein Anstieg von fast 12 Metern. Büssau 1,50m, Krummesse 2,75m, Berkenthin 1,75m, Behlendorf 1,65m und die Donnerschleuse 4,18m. Aus der Tierwelt zu beobachten: Kraniche, Kormorane, Bussarde, Rehe, Kühe, Hunde und Enten.

Die Kanalfahrt zum Durchklicken …

Der Wassersportverein Mölln war noch gut besucht. Die „Merula“ blieb im Schlick stecken, als sie eine innen liegende Box ansteuern wollte, legte sich dann außen längsseits an den Schwimmsteg. Das Revier vor Mölln ist schön anzusehen, ein traumhaftes Idyll.

Feucht-fröhlicher Abend

Uns trieb nun aber Hunger und Durst ins „Amadeus“. Hier erwarteten uns schon die Crews der „Ju Ming“ und der „Stella Maris“, die auf dem Landwege zu uns stießen. Bei üppigem Essen, Bier, Wein, Schnaps und Selter wurde sich lautstark und angeregt unterhalten, bis Müdigkeit und Erschöpftheit die Schleusenfahrer die Kojen trieb.

Fast nochmal ein Gefühl von Sommer

Am Sonntag, zeitweise trocken, mehrmals kurz fast sonnig, machten wir uns um 10 Uhr auf die Heimfahrt. Unterwegs gab es dann noch einmal einen heftigen Schauer, der allmählich in ausdauernden Nieselregen überging. Ab dem LMC wurden unterschiedliche Wege gewählt, je nach Tiefgang oder Durchfahrtshöhe, durch den Stadtgraben, vorbei an Ober- und Untertrave, oder eine Kombination dieser Möglichkeiten. Die „Merula“ wollte testen, ob sie noch unter der Drehbrücke hindurchpasste. Bei einem Pegelstand von mittlerweile 5,18m waren noch etwa 10cm Luft nach oben. Am Nachmittag erreichten nach und nach alle Teilnehmer den ESVHL. Das Wetter hätte besser sein können, aber immerhin war es nicht kalt.